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    GUPPYFRIEND Waschbeutel: Häufige Fragen

    PRODUKT
    Aus welchem Material wird der GUPPYFRIEND Waschbeutel hergestellt?
    Der GUPPYFRIEND Waschbeutel ist vollständig aus Polyester hergestellt, einschließlich Webband, Einfassband und Reißverschluss. Dadurch ist er sortenrein recycelbar. Das Filtermaterial ist unbehandelt, ungefärbt und enthält keine Zusätze. Das Gewebe wird aus Monofilamenten hergestellt. Diese ähneln eher Stäben als Fäden und verlieren selbst keine Fasern.
    Wo wird der GUPPYFRIEND Waschbeutel hergestellt?
    Kurze Transportwege sind uns wichtig, daher werden unsere GUPPYFRIEND Waschbeutel fair und nachhaltig in Europa produziert. Unser Filtergewebe kommt aus Italien, die weiteren Materialien aus Portugal. In Portugal und Polen befinden sich unsere Nähereien, die den GUPPYFRIEND Waschbeutel produzieren. Das Design und der Druck der Verpackung werden in Deutschland hergestellt.
    Warum verliert der GUPPYFRIEND Waschbeutel selbst kein Mikroplastik?
    Der GUPPYFRIEND Waschbeutel wird aus Polyester hergestellt. Dieses Material wird in einem aufwendigen Prozess zu unserem Filtermaterial gewebt und ist besonders zäh und laugenbeständig. Das Gewebe selbst verliert keine Mikroplastikfasern, da es aus Monofilamenten hergestellt wird. Ein Monofilament besteht nur aus einem endlosen Faden und ähnelt in seiner Struktur eher stabilen Stäben.
    Wie groß sind die Mikrofasern, die während des Waschens abbrechen? Warum kann der GUPPYFRIEND Waschbeutel sogar Fasern auffangen, die kleiner sind als seine Öffnungen?
    Während des Waschprozesses verlieren alle Kleidungsstücke Fasern. Die Fasern brechen aufgrund der mechanischen Beanspruchung und des Abriebs aus der Struktur des Stoffes. Die abgebrochenen Fasern sind typischerweise 50 µm bis 15 mm lang und meistens nicht dicker als 10 µm. 1µm = 0,001 mm bzw. etwa 0,000039 Inch. Sie könnten theoretisch durch die kleinen Öffnungen des GUPPYFRIEND Waschbeutels durchflutschen. Das tun sie aber nicht. Um durch die Öffnung zu kommen, müsste die Faser senkrecht durch das Gewebe durchstechen. Durch das Wasser in und um den Beutel und die Bewegung sind die Fasern aber nie senkrecht aufgestellt, sondern immer leicht gebogen. Sie können also nicht durch das Gewebe stechen. Selbst, wenn eine Fasern aus dem Gewebe herausragen sollte, wird sie wieder zurück in den Beutel gedrückt.
    Welche Größen sind erhältlich?
    Momentan bieten wir den GUPPYFRIEND Waschbeutel in der Standardgröße M an, das entspricht 50 x 74 cm. Laut unseren Tests ist der Medium Beutel die effektivste Größe für den Haushaltsgebrauch. In einem größeren Beutel würden durch die stärkere Reibung mehr Mikrofasern abbrechen. Bei größeren Mengen an Wäsche, ist es also sinnvoll zwei Medium Beutel zu benutzen, anstatt eines großen. Zudem sollte immer noch genügend Platz in der Wäschetrommel sein, um zusätzlich zu dem GUPPYFRIEND Waschbeutel ein paar lose (nicht-synthetische) Wäschestücke mit zu waschen. Das verhindert eine mögliche Unwucht. Sobald andere Größen erhältlich sind werden wir auf unserer Webseite und Social-Media-Kanälen darüber informieren.
    Funktioniert der GUPPYFRIEND Waschbeutel wirklich? Wer hat ihn getestet und wie sind die Ergebnisse?
    Der GUPPYFRIEND Waschbeutel wurde über einen Zeitraum von drei Jahren von wissenschaftlichen Instituten, Universitäten, Vertretern der Outdoor- und Textilindustrie, sowie Retailern getestet. Diese Tests dienen als Grundlage, um den GUPPYFRIEND Waschbeutel als temporäre Lösung gegen Mikroplastikverschmutzung anzubieten. Wir haben insbesondere mit folgenden wissenschaftlichen und unabhängigen Instituten getestet:

     

    • Deutsches Textilforschungszentrum Nord-West, DTNW

    • Fraunhofer Institut UMSICHT

    • University of California in Santa Barbara als Teil des Patagonia Forschungsprogramms

    Ergebnisse:

    Der GUPPYFRIEND Waschbeutel verhindert den Faserverlust beim Waschen auf zwei Wegen:

    1. Der GUPPYFRIEND Waschbeutel reduziert die Anzahl der abbrechenden Fasern drastisch.

    Tests des Fraunhofer Institut UMSICHT ergaben im Durchschnitt:

    a) 79% bei teil-synthetischer Kleidung

    b) 86% bei komplett synthetischer Kleidung. Die Kleidung ist also wesentlich länger tragbar.

    2. Beim Waschen abgebrochene Plastikfasern, werden im Beutel festgehalten und verschmutzen somit nicht das Abwasser. Die Fasern wurden in allen Tests zu über 90 % –in den meisten Fällen zu 100% – zurückgehalten. Nanopartikel, meist Rückstände aus der Produktion, die insbesondere auf billigen Textilien zu finden sind, kann der Waschbeutel nicht zurückhalten.

    Weitere Testergebnisse:

    • Es wurden keine toxischen Rückstände auf dem Produkt gefunden.

    • Die Beutel halten 50 Haushaltswäschen nach ISO 6330 ohne Beschädigung aus und geben selber keine Plastikpartikel ins Wasser ab (Anmerkung: bei richtiger Nutzung ist der GUPPYFRIEND Waschbeutel auch über die getestete Anzahl von 50 Wäschen nutzbar).

    • Sauberkeit nach dem Waschen: Blut, Ketchup und Schokolade werden ohne Probleme ausgewaschen. Die Waschwirkung bei Hautfett und Tonerde ist ausreichend.

    • Die Anzahl der abgebrochenen Fasern ist abhängig von den Waschkonditionen und der Kleidung selbst.

    Zusammengefasst:

    Der GUPPYFRIEND Waschbeutel reduziert den Faserabbruch signifikant. Die Fasern, die während des Waschens abbrechen, werden im Beutel zurückgehalten. Die Kleidung wird sauber und – bei richtiger Anwendung des Waschbeutels – ist er lange einsetzbar, um Mikroplastik aus unseren Flüssen und Meeren fernzuhalten.

    Hier geht's zum Test.

    Wofür werden die Erlöse aus dem GUPPYFRIEND Waschbeutel-Verkauf eingesetzt?
    Die Erlöse aus dem Verkauf des GUPPYFRIEND Waschbeutels gehen an die NGO STOP! MicroWaste und ermöglichen die Umsetzung der STOP! Plastik Akademie. Im „Train the Trainer“ Programm der STOP! Plastik Akademie führen wir Schulungen für Partner, Konsumenten und Bildungseinrichtungen durch, um auf (Mikro)Plastikverschmutzung aufmerksam zu machen. Folgende Maßnahmen werden durch Einnahmen des Waschbeutels unterstützt:

     

    • Informationsveranstaltungen und – material: was kann über den Waschbeutel hinaus zur Vermeidung von Mikroplastik getan werden?

    • Bereitstellung der Erkenntnisse aus unseren unzähligen Waschtests für die Textilindustrie, um bessere Garne und Herstellungstechniken zu etablieren, die den Mikrofaser Austrag von Kleidung spürbar reduzieren.

    • Ausweitung der Stop! Plastik Akademie, Vorträge zum Thema Mikroplastik an Schulen und Hochschulen.

    • Initiierung und Unterstützung lokaler Aktivitäten, sogenannten Stop! Stations, um Einwegplastik zu vermeiden.

    • Forschung an neuen, pragmatischen Lösungen, um Mikrofasern zu reduzieren.

    Mehr Infos zur STOP! Plastik Akademie findest du unter www.stopmicrowaste.com

     

    NUTZUNG

    Welche Kleidung gehört in den GUPPYFRIEND Waschbeutel?
    Wir haben den GUPPYFRIEND Waschbeutel entwickelt, um dazu beizusteuern, dass weniger Mikroplastikfasern in die Umwelt gelangen. Diese brechen z.B. beim Waschen von synthetischen Textilien (Polyester, Acryl, Nylon, etc.) ab. Es ist also sinnvoll vor allem diese Textilien im GUPPYFRIEND Waschbeutel zu waschen. Fleecejacken, Sport- und Outdoorkleidung bestehen häufig komplett oder zu einem hohen Anteil aus synthetischen Fasern, jedoch haben auch die meisten anderen Kleidungsstücke häufig einen gewissen Anteil an Synthetik. Auf dem Pflegeetikett kannst du sehen aus welchen Materialien deine Textilien hergestellt wurden.

    Aber auch Kleidung aus reiner Baumwolle und Wolle können mit dem GUPPYFRIEND Waschbeutel gewaschen werden, denn auch Textilien aus natürlichen Materialien verlieren Fasern. Durch das Waschen im GUPPYFRIEND Waschbeutel wird das Abbrechen der Fasern deutlich reduziert und damit deine Kleidung vor Abnutzung geschützt. Du kannst deine Kleidung viel länger genießen – ein weiterer nachhaltiger Vorteil des GUPPYFRIEND Waschbeutels.

    Übrigens: Leider können selbst dann synthetische Fasern in der Kleidung enthalten sein, wenn diese nicht auf dem Pflegeetikett angegeben sind. Die Regeln für die Inhaltsangaben auf den Pflegeetiketten sind sehr unterschiedlich, daher kann ein Pullover, der mit 100% Wolle ausgezeichnet ist, bis zu 10% synthetische Anteile haben.

    Welches Waschmittel verwende ich am besten mit dem GUPPYFRIEND Waschbeutel?
    Zum Schutz deiner Kleidung und für ein gutes Waschergebnis empfehlen wir ein flüssiges Waschmittel zu nutzen, idealerweise aus natürlichen Inhaltsstoffen. Waschpulver enthalten oft Schleifpartikel, die für mehr Faserabbruch sorgen und Ablagerungen auf der Wäsche hinterlassen können. Doch egal ob du Waschpulver oder flüssiges Waschmittel benutzt, in beiden Fällen ist es wichtig, auf die Dosierung zu achten. Zu viel Waschmittel schädigt die Kleidung und die Umwelt.

    Nur natürliche Waschmittel ohne Kunststoffe, wie z.B. Schleifpartikel, Gel- und Hautbildner, Gummi und Silikone, Trübungsmittel, Acrylate und Crosspolymere sind unproblematisch. Solltest du Waschpulver verwenden achte bitte darauf, dass es keine Flüssigkunststoffe oder -gummis (Xanthan) und keine Schleifpartikel enthält und das Waschmittel gut aufgelöst wird bevor es auf die Wäsche trifft.

    Da es flüssiges Waschmittel vorwiegend in Plastikverpackungen zu kaufen gibt, kannst du dir alternativ in vielen Zero-Waste Läden auch dein flüssiges Waschmittel selber abfüllen, was die Ökobilanz natürlich noch verbessert.

    Übrigens: Der GUPPYFRIEND Waschbeutel funktioniert alternativ auch mit Wascheiern oder Waschnüssen. Jedoch führt jeder feste Gegenstand, der mit der Kleidung gewaschen wird dazu, dass deutlich mehr Fasern brechen. Wir können die Verwendung eines Wascheis oder von Waschnüssen - auch wenn sie mit guten Absichten verwendet werden – daher nicht empfehlen, da sie zu mehr Plastik in den Ozeanen führen.

    Bei welchen Temperaturen kann ich den Waschbeutel waschen?
    Bei unseren Tests wurde der GUPPYFRIEND Waschbeutel mit einer maximalen Temperatur von 40° C gewaschen. Daher empfehlen wir nicht heißer als bei 40° zu waschen.

    Generell gilt: Je wärmer man wäscht, desto kurzlebiger ist die Kleidung. Mehr Waschtipps findet ihr in unserem Waschguide “Besser Waschen”.

    Warum kommt meine Wäsche nass aus der Waschmaschine? Wie kann ich eine Unwucht vermeiden?
    Beim Waschen mit dem GUPPYFRIEND Waschbeutel kann es zu einer Unwucht während des Schleuderns kommen. Um Schäden an der Waschmaschine zu verhindern wird der Schleudergang oft automatisch beendet oder die Drehzahl vermindert. Das kann dazu führen, dass deine Wäsche sehr nass aus der Waschmaschine kommt.

    Um das zu vermeiden, ist es wichtig den GUPPYFRIEND Waschbeutel immer mit zusätzlichen Kleidungsstücken ohne synthetische Fasern oder mit einem weiteren GUPPYFRIEND Waschbeutel in die Wäschetrommel zu geben. Das verhindert eine Unwucht und deine Waschmaschine sollte wieder wie gewohnt schleudern.

    Darf der GUPPYFRIEND Waschbeutel in den Wäschetrockner?
    Nein. Denn während des Trocknervorgangs passiert genau das, was nicht passieren soll: Durch statische Aufladung durchstechen die abgebrochenen Mikrofasern den Beutel und gelangen in die Wäschetrommel und letztendlich in die Umwelt.

    Grund dafür ist, dass die elektrostatische Reaktion von rundem Plastikmaterial (wie von synthetischer Kleidung und den runden PET-Monofilamenten des GUPPYFRIEND Waschbeutels) ein magnetisches Feld erzeugt. Abgebrochene Fasern werden angezogen und richten sich in einem 90° Winkel zum Netz des GUPPYFRIEND Waschbeutels aus. So ausgerichtet können sie das Material direkt durchstechen und verlassen den Beutel. In der Waschmaschine ist in und um den Beutel Wasser und die abgebrochenen Fasern liegen in verschiedensten Winkeln auf dem Net, können dieses also nicht durchstechen.

    Wie entsorge ich die aufgefangenen Mikrofasern richtig?
    Bitte entsorge die aufgefangenen Mikrofasern im Restmüll. Am besten sammelst und entsorgst du die aufgefangenen Fasern in einem geschlossenen Behältnis. Das verringert die Chance, dass die kleinen und sehr leichten Synthetikfasern bei der Müllentsorgung weggeweht werden und in die Umwelt gelangen.

    Im Wertstoffmüll (gelbe Tonne, gelber Sack, grüner Punkt) haben die Mikrofasern nichts zu suchen, da sie nicht recycelt werden können.

    Übrigens: In Deutschland wird Restmüll verwertet, um Strom zu erzeugen und endet nicht auf Müllhalden. Die Abgase der Müllverbrennung werden gefiltert und sind zu 99% nicht giftig. Solltest du nicht in Deutschland leben kannst du im Waste-Atlas unter http://www.atlas.d-waste.com nachschauen, was in deiner Region mit dem Müll passiert.

    Ich kann kaum Fasern im Beutel finden. Was mache ich falsch?
    Es ist vollkommen normal, wenn du am Anfang keine Mikrofasern findest. Sie sind sehr klein und häufig transparent, daher sind sie besonders in einem nassen Beutel mit dem bloßen Auge manchmal schwer zu finden.

    Zudem wurde der GUPPYFRIEND Waschbeutel entwickelt, um den Mikrofaser Verlust an der Quelle zu vermeiden. Aufgrund der glatten Oberfläche und der Struktur des Materials, brechen weniger Mikrofasern beim Waschen ab. Das sorgt dafür, dass deine Kleidung geschützt, Pilling vermieden und Faserverlust reduziert wird. Laut einer Testreihe des Fraunhofer Instituts UMSICHT verliert synthetische Kleidung im Schnitt 86% weniger Fasern im Vergleich zum Waschen ohne den GUPPYFRIEND Waschbeutel. Die Mikrofasern, die trotzdem abbrechen sammeln sich über die Zeit an. Am ehesten findest du sie in den Ecken oder am Saum.

    Übrigens: Wie viele Fasern beim Waschen abbrechen kommt stark darauf an welche Kleidung und auf welche Weise du wäscht: Ganz neue oder sehr alte Kleidungsstücke haben die Tendenz mehr Mikrofasern zu verlieren. Umso heißer das Waschwasser ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Mikrofasern abbrechen. Je weicher die Stoffe sind, desto weniger Fasern brechen ab, usw.

    Mehr Waschtipps zur Reduktion von Mikroplastikverschmutzung findet ihr in unserem Waschguide “Besser Waschen”.

    Wie oft kann der GUPPYFRIEND Waschbeutel benutzt werden?
    Wenn du dich an unsere Anwendungshinweise hältst, kannst du deinen Beutel aber für viele weitere Waschzyklen benutzen. Nach ein paar Waschgängen sieht der Waschbeutel zwar nicht mehr wie neu aus, aber erfüllt seine Aufgabe nach wie vor einwandfrei.
    Wie entsorge ich meinen Waschbeutel?
    Der GUPPYFRIEND Waschbeutel besteht aus Polyester und ist so konstruiert, dass er komplett recycelbar ist. Am besten ist es, wenn du den Reißverschluss vorher entfernst und beide Teile in der Wertstofftonne (gelber Sack, grüner Punkt) entsorgst und somit in den Recyclingkreislauf führst.

    Übrigens: Recyceltes Material kann (bis jetzt noch) nicht für Hightech Gewebe wie das Material unseres GUPPYFRIEND Waschbeutels benutzt werden. Alte GUPPYFRIEND Waschbeutel können also leider noch nicht für die Herstellung von neuen GUPPYFRIEND Waschbeuteln verwendet werden. Daher ergibt ein Rückversand deines alten GUPPYFRIEND Waschbeutels an uns keinen Sinn- vor allem auch im Hinblick auf den Ressourcenverbrauch durch den Versand. Führe den alten GUPPYFRIEND Waschbeutel also am besten dem lokalen Recyclingkreislauf zu, dort kann er in seiner eigenen Recyclinggruppe recycelt werden.

     

    PROBLEM

    Warum ist nicht direkt in der Waschmaschine ein Mikroplastikfilter angebracht?
    Mikrofasern sind so klein, dass sie fest eingebaute Filter sofort verstopfen würden, wortwörtlich in Sekundenschnelle. Die sich am Filter sammelnden Mikrofasern würden durch den starken Wasserdruck durch den Filter hindurch in das Abwasser gedrückt werden. Um das zu vermeiden müsste der Filter also ständig ausgetauscht oder gereinigt werden

    Wir haben einen funktionierenden Prototyp für einen Waschmaschinenfilter entwickelt und auch andere Unternehmen arbeiten an solchen Lösungen. Es wird aber noch einige Zeit brauchen, bis diese Filter effektiv und dauerhaft funktionsfähig sind. Bis dahin ist der GUPPYFRIEND Waschbeutel eine praktische und effektive Möglichkeit Plastikverschmutzung in Flüssen und Meeren zu reduzieren und auf die Problematik hinzuweisen.

    Warum können Kläranlagen Mikroplastik nicht effizient filtern?
    Waschmaschinen können die beim Waschen abgebrochenen Mikroplastikfasern unserer Textilien meist nicht herausfiltern. Die Fasern gelangen also mit dem Haushaltsabwasser in die Kläranlagen. Jedoch entkommen auch hier unzählige Partikel den Filteranlagen und landen in unserer Umwelt. Laut einer Studie der University of California in Santa Barbara werden im Durchschnitt 60% – 99% der Mikroplastikpartikel aus dem Wasser herausgefiltert. In Deutschland verfügen lediglich 20 von etwa 10.000 Kläranlagen über die sogenannte Reinigungsstufe 4, die vor allem zum Ziel hat, unser Abwasser von Medikamentenresten zu befreien.

    Mikroplastikfasern sind besonders schwierig herauszufiltern. Auf Grund ihrer Form und Schwimmeigenschaften passieren sie deutlich häufiger die Filteranlagen, als das bei anderen Mikroplastiktypen wie Pellets, sogenannten Microbeads aus Kosmetika und anderen Plastikfragmenten der Fall ist.

    Doch selbst wenn sie herausgefiltert werden, landen die Plastikteilchen über den Klärschlamm häufig wieder in der Umwelt. Denn sofern der Klärschlamm nicht verbrannt wird, findet er als Düngemittel auf den Feldern Verwendung. Die im Klärschlamm gebundenen Mikroplastikpartikel bahnen sich von hier aus wieder ihren Weg in die Ozeane.

    Ein weiteres Problem stellen sogenannte Mischwasserüberläufe dar. Sie dienen der Entlastung bei Regenwetter. Um bei Starkregen einen Rückstau in den Haushalten zu verhindern, fließt das Abwasser bei hohem Wasseraufkommen ungereinigt durch die Kanäle.

    Übrigens nimmt das Abwasser aus den Gullys nicht den Umweg über eine Kläranlage, sondern fließt weitgehend ungefiltert in unsere Gewässer. Die Mikroplastikpartikel von Reifen- und Schuhsohlenabrieb, sowie Mikroplastikfasern, die sich in der Luft und im Klärschlamm befinden, verschmutzen so auf direktem Weg unsere Umwelt.

    Die Filtermöglichkeiten der Kläranlagen sind derzeit aus technischen Gründen also leider nicht ausreichend, um die Verschmutzung der Ozeane durch Mikroplastik zu verhindern. Durch das Überdenken unserer Kaufgewohnheiten und ein achtsames Waschverhalten kann jedoch jeder dazu beitragen, dass weniger Mikroplastik in die Umwelt gerät.

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